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Dubai trifft Gamescom

Neue Chancen für deutsche Gaming-Unternehmen
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  • 25. August 2026 durch
    Dubai trifft Gamescom
    Adrian Koppenhöfer

    DMCC und BVAA e.V. bringen in Köln deutsche Unternehmer mit einem der größten internationalen Wirtschaftsnetzwerke Dubais zusammen.

    Einen Tag vor dem offiziellen Start der Gamescom 2026 stand in Köln bereits die internationale Gaming-Wirtschaft im Mittelpunkt. Das Dubai Multi Commodities Centre (DMCC) hatte – in Kooperation mit dem Bundesverband Auswandererberatung & Außenwirtschaftsförderung e.V. (BVAA) – Unternehmer zu einem persönlichen Austausch über Geschäftsmöglichkeiten in Dubai eingeladen. Das DMCC gehört zu den größten und erfolgreichsten Freihandelszonen in Dubai und beherbergt über 26.000 registrierte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen.

    Was am Morgen als Unternehmerfrühstück begann, entwickelte sich bis in den frühen Nachmittag zu einer intensiven Netzwerkveranstaltung mit Gesprächen, neuen Kontakten und zahlreichen konkreten Fragen rund um den Markteintritt in Dubai und in der MENA-Region.

    Im Fokus stand dabei insbesondere die Gaming-Branche.

    Dubai (und insbesondere DMCC) bauen gezielt ein internationales Gaming-Ökosystem auf: Dubai verfolgt seit einigen Jahren eine klare Strategie, sich als internationaler Standort für Gaming, Technologie und digitale Geschäftsmodelle zu etablieren.

    In seinem Eröffnungsvortrag berichtete Ahmed Bin Sulayem, Executive Chairman and CEO von DMCC, von den Rahmenbedingungen:

    Mit dem Dubai Program for Gaming 2033 hat das Emirat das Ziel formuliert, bis 2033 zu den zehn bedeutendsten Gaming-Standorten weltweit zu gehören. Dabei sollen unter anderem rund 30.000 neue Arbeitsplätze im Gaming-Sektor entstehen und die Branche einen zusätzlichen Beitrag von etwa einer Milliarde US-Dollar zur Wirtschaftsleistung Dubais leisten.

    „Eine wichtige Rolle spielt dabei das DMCC Gaming Centre. Mehr als 150 Gaming-Unternehmen gehören inzwischen zu unserem Ökosystem. Entwicklern, Publishern, E-Sports-Unternehmen und Technologieanbietern werden neben spezialisierten Unternehmenslizenzen auch Zugang zu Infrastruktur, Mentoring, Finanzierungspartnern, internationalen Vertriebswegen und einem umfangreichen Netzwerk geboten“, so Ahmed Bin Sulayem.

    Ahmed Bin Sulayem, Executive Chairman and CEO of DMCC

    Ahmed Bin Sulayem, CEO of DMCC

    Gerade dieser Netzwerkgedanke war auch bei der Veranstaltung in Köln unmittelbar erlebbar.

    Nicht nur „über“ Dubai sprechen – sondern konkrete Fragen beantworten: Besonders wertvoll war der direkte Austausch zwischen den anwesenden Unternehmern, Vertretern der DMCC und den Unternehmen aus deren internationalem Netzwerk. Dabei ging es weniger um theoretische Standortpräsentationen, sondern um sehr konkrete Fragestellungen aus der unternehmerischen Praxis.

    Unter anderem wurden folgende Fragen diskutiert:

    1.       Wie sind geistiges Eigentum und IP-Rechte in Dubai geschützt und an wen können sich Unternehmen bei rechtlichen Fragen wenden?

    Hier bietet die DMCC ihren Mitgliedern einen sehr praktischen Einstieg. Über das DMCC Disputes Centre können Unternehmen unter anderem bei Fragen zum Intellectual Property mit spezialisierten Rechtsberatern zusammengebracht werden. Im Rahmen der Legal Clinic ist dabei zunächst sogar eine kostenlose juristische Erstberatung von bis zu 60 Minuten möglich.

    Gerade für Unternehmen, die erstmals in einem neuen Rechts- und Wirtschaftsraum tätig werden, kann eine solche Unterstützung eine wichtige Hürde beim Markteintritt reduzieren.

    2.       Ein Spiel nur zu übersetzen, reicht für den arabischen Markt nicht

    Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Frage, was europäische Spieleentwickler beachten müssen, wenn sie ihre Produkte für Märkte im Nahen Osten anbieten möchten. Dabei wurde schnell deutlich: Eine reine Übersetzung eines bestehenden Spiels ist häufig nicht ausreichend.

    Professionelle Marktintegration kann neben der sprachlichen Lokalisierung auch eine Überprüfung von Spielinhalten, Darstellungen, kulturellen Bezügen und Monetarisierungsmechanismen beinhalten.

    Insbesondere bei In-Game-Gewinnspielen, kostenpflichtigen Zufallsmechanismen oder geldwerten Gewinnen können regulatorische und kulturelle Anforderungen deutlich von europäischen Märkten abweichen. Im persönlichen Austausch wurde beispielsweise darauf hingewiesen, dass direkte Geldgewinne je nach Ausgestaltung und Zielmarkt nicht ohne Weiteres umgesetzt werden können.

    Für Entwickler bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, auf entsprechende Spielmechaniken verzichten zu müssen. Entscheidend ist vielmehr, Produkte frühzeitig auf die Anforderungen des jeweiligen Zielmarktes prüfen und gegebenenfalls entsprechend lokalisieren zu lassen.

    Auch hierfür existieren spezialisierte Anbieter und Partner, die Unternehmen vom Übersetzungsprozess bis zur kulturellen und regulatorischen Anpassung begleiten können.

     

    DMCC meint seine Einladung an deutsche Unternehmer ernst.

    Besonders hervorzuheben ist, dass das DMCC mit einer großen Delegation nach Köln kam, welche nicht nur mehr als ein halbes Dutzend Mitarbeiter, sondern zudem Unternehmen aus dem eigenen Mitglieder- und Partnernetzwerk umfasste. Diese sind teilweise auch als Aussteller auf der Gamescom.

    Dadurch entstand ein Austausch nicht nur zwischen deutschen Unternehmen und einer Wirtschaftsförderungsorganisation, sondern unmittelbar zwischen Unternehmern verschiedener Länder und Branchen, der sich im Laufe des Tages zu einem regen branchenübergreifenden Austausch entwickelte.

    Gaming und künstliche Intelligenz standen aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Gamescom besonders im Mittelpunkt. Das Netzwerk der DMCC reicht jedoch erheblich weiter: Insgesamt gehören mittlerweile mehr als 26.000 Unternehmen aus über 180 Ländern zum DMCC-Umfeld. Allein unter der neuen Technologieplattform DMCC Tech werden mehr als 4.000 Technologieunternehmen aus Bereichen wie Gaming, AI, Web3 und Cybersecurity zusammengeführt.

    Der Stand des DMCC Gaming Centre auf der Gamescom 2026 befindet sich in Halle 04.1 (Stand A011g bis B010g) innerhalb des Dubai-Pavillons.

     

    Außenwirtschaftsförderung beginnt mit der richtigen Strategie und dem richtigen Kontakt

    Daniel ten Brinke, Präsident des BVAA, ermutigte in seinem Vortrag die Anwesenden europäischen Unternehmer ausdrücklich, sich international zu betätigen. „Die BRICS-Staaten bilden einen Verbund, der in den kommenden Jahren weiter an Stärke gewinnen wird. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind das perfekte Eintrittstor in die BRICS-Staaten, und DMCC ist wiederum ein perfekter Partner für den Markteintritt. Seien Sie kreativ – und sehen Sie die Chancen, statt – typisch deutsch – immer nur die Risiken zu sehen.“

     Daniel ten Brinke, President of BVAA

    Daniel ten Brinke, Präsident des BVAA

    Internationale Expansionspläne benötigen für die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis mehr als eine gute Geschäftsidee. Es sind elementare Fragen zu beantworten: Wer kennt den Markt? Wer kann regulatorische Fragen beantworten? Wer versteht das eigene Geschäftsmodell? Und vor allem: Wer kann den Kontakt zu den Personen herstellen, die vor Ort tatsächlich weiterhelfen können?

    Die Beantwortung bedarf großer Erfahrung und eines zuverlässigen Netzwerks an Partnern, die solche Expansionen unterstützen können. Durch den engen Austausch mit dem DMCC und seinem umfangreichen Unternehmensnetzwerk können wir als BVAA Unternehmen dabei unterstützen, schneller mit geeigneten Ansprechpartnern in Dubai identifizieren. können wir als BVAA Unternehmen dabei unterstützen, geeignete Ansprechpartner in Dubai schneller zu identifizieren und mit ihnen in Kontakt zu treten

    Das gilt insbesondere für Gaming und Technologie, aber keineswegs ausschließlich für diese Branchen.

     

    Von Köln nach Dubai – und zurück!

    Der heutige Austausch hat einmal mehr gezeigt, dass internationale Wirtschaftsförderung am besten funktioniert, wenn Unternehmer direkt miteinander sprechen. Geschäfte werden schließlich immer noch von Menschen gemacht.

    Dass die DMCC gemeinsam mit eigenen Mitgliedern und Partnern den Weg nach Deutschland gesucht hat, unterstreicht dabei auch das Interesse Dubais an einer engeren Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen.

    Mit dem Start der Gamescom am 26. August wird Köln in den kommenden Tagen zum Zentrum der internationalen Gaming-Branche. Die Gespräche des heutigen Tages haben jedoch bereits gezeigt, dass für deutsche Studios und Technologieunternehmen inzwischen weit über Europa hinaus interessante Märkte und Netzwerke entstehen.

    Unternehmen, die sich mit einem Markteintritt in Dubai oder der MENA-Region beschäftigen und Kontakte zu geeigneten Ansprechpartnern suchen, finden Sie Information dazu unter www.bv-aa.de. Sie können sich auch gern an unseren Director für die Golfregion, Herrn Markus Schlenger (m.schlenger@bv-aa.de) wenden. Wir unterstützen Unternehmen dabei, mit den richtigen Gesprächspartnern innerhalb unseres internationalen Netzwerks zusammenzukommen.

    The Teams DMCC and BVAA
    Ahmed Bin Sulayem and Daniel ten Brinke
    Belal Jassoma and Daniel ten Brinke
    Participants of the Event
    Panel Discussion
    Panel Discussion




    in BVAA
    BVAA-Insights: Executive Deal Lounge
    Erfolgreiche Gespräche, neue Kontakte und internationale Perspektiven auf der Messe GITEX Europe in Berlin

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